Studiengesellschaft für Emsländische Regionalgeschichte

Emsländische Geschichte 19

Im Zentrum dieser Ausgabe steht die Industrialisierung des Emslands im 19. Jahrhunderts. Manfred J. Fickers schildert die wirtschaftliche Entwicklung der Region mit Blick auf den Eisenbahnbau im südlichen Emsland, während Gerhard Steenken die Geschichte der Meppener Eisenhütte darlegt.

 

In der Rubrik „Regionale Museumslandschaft“ stellt Werner Straukamp mit vielen ausgezeichneten Farbfotos die Nordhorner Textilgeschichte und ihre museale Präsentation im Stadtmuseum Nordhorn vor. Schwerpunkt sind die Nachkriegsjahre, als Nordhorn ein Zentrum der deutschen Textilindustrie wurde und weltweit bekannte Modedesigner und -fotografen für die dortigen Betriebe arbeiteten.

Silke Surberg-Röhrs Beitrag behandelt mit vielen Farbfotos das Thema barocke Jagd und Jagdwaffen im Hümmlinger Schloss Clemenswerth. Über die Herkunft des Ortsnamen Schapen im südlichen Emsland informiert Sebastian Kreyenschulte. Baugeschichte und Bewohner des „Amtshauses Nienhus“ bei Aschendorf ist das Thema des Beitrags von Gerd Harpel in der Rubrik „Emsländische Burgenfahrt“.

Überdies enthält der Band Lebensläufe des Lingener Druckereibesitzers und Zeitungsverlegers Rüdiger van Acken, des jüdischen niederdeutschen Dichters Carl van der Linde aus Veldhausen und des in der Region als Lehrer tätigen Erich Maria Remarque. Über Derk Averes, ein „Fliegerass“ des Ersten Weltkriegs, schreibt Sebastian Rosenboom. Franz Josef Buchholz schildert, wie ein belgischer Kriegsgefangener im Zweiten Weltkrieg Chicorée in das emsländische Dorf Holte einführte. Abschluss bildet ein Beitrag von Marga und Hans-Eberhard Pradel, die sich mit Emmy von Dincklages „Geschichten aus dem Emslande“ auseinander setzen.

Das Inhaltsverzeichnis ist einsehbar.

Haselünne 2012, 578 S, ISBN 978-3-9814040-4-2, 24,00 Euro


 

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