Studiengesellschaft für Emsländische Regionalgeschichte

Emsländische Geschichte 10

Als Beitrag zur Erforschung des Ersten Weltkriegs in der Region findet sich hier die umfangreiche Kriegschronik Ernst Simmes über Haselünne, eingeleitet und erklärt von Wilhelm Rülander. Helmut Lensing informiert über die antipreußische „Deutsch-Hannoversche Partei“ in der Grafschaft Bentheim.

Im Rahmen der Vorstellung regionaler Museen stellt Liesel Schmidt das Sandsteinmuseum in Bad Bentheim vor. Eine berühmte emsländische Moorleiche, nämlich der „Rote Franz“ aus Neuversen, ist das Thema des Beitrags von Franz-Josef Böckermann.

Gerrit Jan Beuker führt in die Geschichte der reformierten und altreformierten Kirche im Bentheimer Land ein. In der Rubrik „Emsländische Burgenfahrt“ setzt Aloys Hake das erste Kapitel aus dem entsprechenden Büchlein von Alexander Geppert mit neuen Forschungen über die Kreyenborg bei Haselünne fort.

Bernhard Fritze beschäftigt sich mit dem Frerener Gerichtswesen am Beispiel des ersten Frerener Amtsrichter Maximilian Mulert. Aus dem Projekt „Biographien zur Geschichte des Emslandes und der Grafschaft Bentheim“ entstanden neun Lebensläufe. Porträtiert werden der Künstler Johannes Franciscus Christ, der Militär und Schriftsteller Friedrich Freiherr von Dincklage (-Campe) aus Steinbild, der Meppener Landrat Dr. Friedrich Fehrmann, der regionale DNVP-Abgeordnete Prof. Dr. Otto Hoffmann (Münster), der Frerener Amtsrichter Justus Mulert, der Haselünner Bürgermeister Clemens Rau, den die Nationalsozialisten 1933 gewaltsam aus dem Amt jagten, der Moorpionier Eduard Schöningh (Meppen) und der Musiker Hermann Joachim Friedrich Thiessen (Lathen).

Für Genealogen ist ferner der Artikel von Renate Dorweiler und Hans Joachim Albers über Papenburger Plaatzen und Familien von 1751 bis 1760 von Interesse. Gedichte von Carl van der Linde runden den Band ab.

Das Inhaltsverzeichnis ist einsehbar.

Haselünne 2013, 403 S., ISBN 3-9808021-1-6, 17,50 Euro


 

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