Aktuelles

Aktuelles auf einen Blick

Bi mi to Huus

Das Projekt "Bi mi to Huus" erhält 100.000 Euro Bundesförderung. Gestern war es soweit. Gitta Connemann überreichte offiziell den Förderbescheid für das Projekt "Bi mi to Huus" an Hermann Bröring auf Schloss Clemenswerth in Sögel.

Nach intensiver Vorbereitungszeit kann das Projekt, das von Emsländischer Landschaft, dem Emsländischen Heimatbund, dem Heimatverein Grafschaft Bentheim und dem Emslandmuseum Lingen getragen wird, in die Umsetzung gehen.

 

Foto: Mario Korte

Das Vorhaben findet wird zwischen Oktober 2019 und April 2021 stattfinden.

Das Projekt hat sich zum Ziel gesetzt, das öffentliche Bewusstsein über die Vielfalt und Bedeutung des immateriellen Kulturerbes im Emsland und in der Grafschaft Bentheim nachhaltig zu stärken und neue Strategien zur Vermittlung und Präsentation zu entwickeln. Regionale Traditionen, Bräuche, Feste und Sprache sind wichtige Bestandteile unserer Geschichte und Identität. Sie zu bewahren aber auch weiterzuentwickeln, sieht die Emsländische Landschaft als wichtige gesellschaftliche und kulturelle Aufgabe an. Gemeinsam mit den Projektpartnern werden einheimische Traditionen somit nicht nur in ihrer historischen Überlieferung, sondern auch in ihrer Bedeutung, Aktualität und Dynamik in einer modernen Gesellschaft begriffen. Der wichtigste Aspekt dabei ist die aktive Partizipation regionaler Akteure, insbesondere Heimatvereine und Museen, durch deren unmittelbare Auseinandersetzung mit den Themen des immateriellen Kulturerbes breite Bevölkerungsteile im ländlichen Raum einbezogen und erreicht werden. Dadurch wird es ermöglicht, kulturelle Vielfalt, Kontinuität und Veränderung von der Vergangenheit bis in die Gegenwart hinein verstehbar und erlebbar zu machen und somit auch die gesellschaftliche Bedeutung des kulturellen Erbes zu vermitteln.

Konkret soll in zehn Teilprojekten das immaterielle Kulturerbe an Ems und Vechte exemplarisch erfasst, dokumentiert und präsentiert werden. Diese Teilprojekte werden von den kulturellen Akteuren der Region selbstständig oder in Kooperationen erarbeitet und durch die Emsländische Landschaft e.V. in ein einheitliches Projekt-Konzept integriert. Durch die Partizipation lokaler Akteure in den Vereinen soll erreicht werden, ein möglichst breites, generationsübergreifendes Publikum anzusprechen und somit zum Erhalt und zur Gestaltung des kulturellen Erbes beizutragen.

Die regionalen Traditionen werden in unterschiedlichen Formaten dokumentiert und so dauerhaft gesichert. Die Daten werden so aufbereitet, dass sie mittels eines QR-Codes, der lokal angebracht wird, digital abgerufen werden können und somit dem User erlauben, Wissen und Fakten am Ort des Geschehens zu erfahren. Dabei können, Texte, Bilder, Filme und Audio-Dateien Eindrücke der örtlichen Traditionen und Bräuche geben und so mit mehreren Sinnen erfahrbar machen. Auf diese Art und Weise entsteht ein virtuelles Museum gelebter Traditionen im Emsland und der Grafschaft Bentheim. Die digitalen Inhalte werden von der Emsländischen Landschaft in einer Mediathek gesammelt und verwaltet, so dass eine nachhaltige Sicherung und Gewährung der Zugänglichkeit gesichert sind. Darüber hinaus wird eine Broschüre die Inhalte des Projektes zusammenfassen und präsentieren.

Artikel anfordern