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Aktuelles auf einen Blick

Sinn und Unsinn von Marketingtrends

In einer sich ständig verändernden Umwelt ändert sich auch das Konsumentenverhalten. Es gilt, neue Vermarktungstrends aufzugreifen, um die bestehende Kundschaft weiterhin zu errreichen, aber auch um neue Besuchergruppen für sich zu gewinnen. Doch ist "neu" tatsächlich immer besser?

Das 8. Hans Diers Marketing Symposium am 1. und 2. April in der Kunsthalle Bremen versuchte, dieser Frage mit Experten aus Theorie und Praxis nachzugehen.

Über 170 Teilnehmer aus der ganzen Bundesrepublik kamen am 1. und 2. April in Bremen zusammen, um sich über neue Wege und Formen des Marketing und deren Wirksamkeit in kulturellen Betrieben auszutauschen. In mehreren Vorträgen berichteten Experten aus großen Museen, Universitäten und Agenturen über aktuelle Trends im Marketing und Möglichkeiten der Kommunikation mit ihren Kunden.

Neben der Digitalisierung und den damit verbundenen Möglichkeiten, wie z.B. Digitorials, Influencer-Marketing oder Big Data, standen aber auch traditionelle Marketing-Instrumente zur Debatte, wie etwa die herkömmliche Pressearbeit in den Printmedien oder Plakataktionen.

Dabei wurde schnell klar, dass es keine Blaupause für erfolgreiches Marketing im Kulturbereich gibt. Zu unterschiedlich sind die einzelnen Betriebe strukturiert und zu heterogen sind die Zielgruppen der unterschiedlichen Kultursparten. Dennoch gelten natürlich einige grundlegende Aspekte der Kommunikation sowie der Auseinandersetzung mit dem Publikum und dessen Interessen.

Die Nutzung neuer, bzw. sozialer Medien ist dabei mittlerweile so selbstverständlich wie früher der Pressebericht an die Tageszeitung. Digitale Angebote in Museen werden zunehmend erweitert. Orchester können sich mit einem Mausklick ins eigene Wohnzimmer geholt werden und Influencer erreichen auf Instagramm oder YouTube viele Millionen Follower innerhalb weniger Sekunden.

In wie weit diese Entwicklungen auch die Kulturbetriebe und Kulturvereine im Emsland und der Grafschaft Bentheim nutzen können und sollten, muss aber genau betrachtet und je nach Betrieb entschieden werden, denn nur dabei sein ist nicht alles.

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