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Abschluss des Projektes „Sehnsucht neue Heimat“ mit einer Filmpremiere in Aurich

Das Kooperationsprojekt „Sehnsucht neue Heimat – Ankommen im Nordwesten, fand am vergangenen Freitag seinen feierlichen Abschluss bei der Filmpremiere von „Willkommen in Ostfriesland“ im Auricher Kino. Rund 170 Zuschauer nahmen an der Premiere teil, darunter viele Geflüchtete, die zu den Darstellern und Mitwirkenden des Filmes zählten.

Sie stammen vor allem aus Syrien, dem Irak, Eritrea oder der Elfenbeinküste. Bevor sie in Ostfriesland ankamen, haben viele von ihnen Traumatisches erlebt und müssen sich nun in einer für sie fremden Umgebung zurechtfinden. Dieses Ankommen zu begleiten war zentraler Bestandteil des Films „Willkommen in Ostfriesland, der in einer Kooperation der Ostfriesischen Landschaft mit der KVHS Aurich, der Kunstschule Miraculum und des Medienzentrums Aurich entstand und Teil des Gesamtprojekts „Sehnsucht neue Heimat – Ankommen in Nordwesten“ war. Neue Erfahrungen, aber auch Herausforderungen bei der Integration stellte der Film aus verschiedenen Blickwinkeln dar. Die beteiligten Flüchtlinge leben gegenwärtig im Flüchtlingszentrum der KVHS Aurich. Sie wurden bei verschiedenen Aktivitäten filmisch begleitet, etwa beim gemeinsamen Kochen, beim Besuch der Metallwerkstatt der KVHS sowie bei Ausflügen in die Region. Besonders emotional erlebten viele den Besuch am Meer. Die Weite und Stille der Nordsee ließen die Teilnehmer zur Ruhe kommen, gleichzeitig wurden viele aber auch an ihre eigene lebensbedrohliche Flucht über das Meer erinnert. „Willkommen in Ostfriesland“ schilderte eindrucksvoll, was Integration sowohl für die Flüchtlinge als auch für Einheimische bedeutet. Offenheit und Respekt sind dabei die wesentlichen Voraussetzungen. „Fremd ist nur derjenige, den wir nicht kennen“, heißt es an einer Stelle des Films. Einheimische und Zuwanderer einander näher zu bringen, sich gegenseitig kennenzulernen und auf diese Weise Barrieren abzubauen war ein wesentliches Ziel von „Sehnsucht neue Heimat“. Über Kunst- und Kulturprojekte wurde nicht nur das kreative Potenzial deutlich, dass durch Zuwanderung entsteht. Zugleich erlaubten sie Einheimischen wie Neulingen eine Auseinandersetzung mit Flucht und Vertreibung – Ereignisse, die sich auch in der Geschichte längst einheimisch Gewordener wiederfinden.

Personen auf dem Bild (v.l.): Anas Al Saadi (Darsteller), Katrin Rodrian (Ostfriesische Landschaft), Josef Grave (Emsl. Landschaft), Nikolai Neumayer (Filmemacher), Franz-Josef Sickelmann (Amt für regionale Landesentwicklung), Rico Mecklenburg (Ostfriesische Landschaft ) und Peter Tenge (Regisseur)

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