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Aktuelles auf einen Blick

Grenzen, Traditionen, Identitäten - Deutsch-Niederländisches Forum in Coevorden

„Die ganze Kultur ist ein große, endlose Zusammenarbeit“

Deutsch-Niederländisches Netzwerk zum kulturellen Erbe der Region nimmt Form an.

Coevorden: Am vergangenen Freitag war es soweit: die Teilnehmer des Projektes „Grenzen, Traditionen, Identitäten – Immaterielles Kulturerbe in der Grafschaft Bentheim, im Emsland und in der Drenthe“ trafen sich zum ersten Mal in grenzüberschreitender Runde in Coevorden. Auf Einladung der Emsländischen Landschaft e.V., der Provinz Drenthe, des Emslandmuseums Lingen und Kunst en Cultuur Drenthe, kamen über 60 Vertreterinnen und Vertreter regionaler Museen, Vereine, Archive sowie unterschiedlicher Kunst- und Kulturorganisationen im historischen Rahmen des Schlosses Coevorden zusammen.

 

Hermann Bröring, Präsident der Emsländischen Landschaft e.V., und Cees Bijl, Abgeordneter der Provinz Drenthe, begrüßten die Projektteilnehmer und zeigten sich von der großen Zahl der angereisten Institutionen beeindruckt. „Dass so viele von Ihnen heute hierhergekommen sind, zeigt, wie interessant und wichtig dieses Projekt ist“, so Hermann Bröring.

Hauptziel der Veranstaltung war einerseits die Vorstellung und Verknüpfung der deutsch-niederländischen TeilnehmerInnen zu einem nachhaltigen Netzwerk und andererseits die Erarbeitung gemeinsamer Ideen und Strategien zur Vermittlung, Bewahrung und Entwicklung des kulturellen Erbes in der Region. Dazu trafen sich mögliche Projektpartner zunächst beim Speed-Dating und später in thematischen Arbeitsgruppen. Die Gelegenheit grenzübergreifende Kontakte herzustellen, wurde dabei von allen sehr positiv empfunden. „Wir haben heute viele gute Ideen für grenzübergreifende Kooperationen gehört. Ich bin sicher, dass einige sehr spannende Projekte und Veranstaltungen aus diesem Treffen hervorgehen werden“ meinte Dr. Sebastian Traunmüller, Projektleiter der Emsländischen Landschaft e.V.

Das Event in Coevorden bildete gleichsam das Ende einer ersten Projektphase, die die Netzwerkschaffung und das Sammeln von Ideen und Themen anstrebte. Nun wird es im weiteren Projektverlauf an die Umsetzung der einzelnen Teilprojekte bis Ende 2019 gehen, um das Thema des immateriellen Kulturerbes einer breiten Bevölkerung zugänglich und bewusst zu machen. Dies soll in einem vielseitigen Veranstaltungskalender Ausdruck finden.

Die erste Projektphase wird im Rahmen des Netzwerk+ Programms der Ems-Dollart-Region mit Mitteln des INTERREG-Programms Deutschland-Nederland unterstützt und durch die Europäische Union, das niederländische Wirtschaftsministerium, das MWEIMH NRW und die Niedersächsische Staatskanzlei mitfinanziert.