Sehnsucht neue Heimat - Ankommen im Nordwesten

Das Projekt „Sehnsucht neue Heimat – Ankommen im Nordwesten“ wurde im Jahr 2017 von der Emsländischen Landschaft, dem Landschaftsverband Osnabrücker Land und der Ostfriesischen Landschaft durchgeführt.

Die drei Landschaften hatten sich erstmalig zu einem Gemeinschaftsprojekt zusammengetan, um über kulturelle Projekte einen Beitrag zur Integration von Geflüchteten und Zugewanderten im ländlichen Raum zu leisten. In sechs Teilprojekten sollte über Theater- und Filmprojekte, Konzeption und Erstellung von Ausstellungen und gemeinsame künstlerische Betätigungen die Begegnung zwischen Menschen unterschiedlicher Herkunft und mit unterschiedlichen Kriegs- und Fluchterfahrungen ermöglicht werden. Das Projekt mit einem Volumen von 94.700 € wurde aus Mitteln des Landes Niedersachsen mit 60.000 € gefördert.

Im Rahmen des Projektes wurden die folgenden sechs Teilprojekte gefördert:

 

Titelbild:Stephanie Hofschlaeger/pixelio.de

 

 Das Projekt „Sehnsucht neue Heimat – Ankommen im Nordwesten“ wurde als eines von fünf künstlerischen Projekten aus Niedersachsen und als einziges Projekt aus einem ländlichen Raum in die Best-Practice-Datenbank der Kultusministerkonferenz für Kulturprojekte von und mit Geflüchteten aufgenommen. Die Datenbank entstand auf Initiative der Kultusministerkonferenz der Länder und wird von der Bundesbeauftragten für Kultur und Medien unterstützt. Die Datenbank präsentiert herausragende kulturelle Projekte für, von bzw. mit Geflüchtete/n aus allen Bundesländern (www.best-practice-projekte.de). Aufgrund seiner Auszeichnung als Best-Practice-Beispiel wurde das Projekt zudem auf der V. Integrationskonferenz in Hannover im August 2017 vorgestellt und einer breiten Öffentlichkeit präsentiert.

 

 

Im März 2018 fand „Sehnsucht neue Heimat – Ankommen im Nordwesten“ seinen feierlichen Abschluss bei der Filmpremiere von „Willkommen in Ostfriesland“ im Auricher Kino. Rund 170 Zuschauer nahmen an der Premiere teil, darunter viele Geflüchtete, die zu den Darstellern und Mitwirkenden des Filmes zählten. „Fremd ist nur derjenige, den wir nicht kennen“, heißt es an einer Stelle des Films. Einheimische und Zuwanderer einander näher zu bringen, sich gegenseitig kennenzulernen und auf diese Weise Barrieren abzubauen war ein wesentliches Ziel von „Sehnsucht neue Heimat“. Über Kunst- und Kulturprojekte wurde nicht nur das kreative Potenzial deutlich, dass durch Zuwanderung entsteht. Zugleich erlaubten sie Einheimischen wie Neuankömmlingen eine Auseinandersetzung mit Flucht und Vertreibung – Ereignisse, die sich auch in der Geschichte längst einheimisch Gewordener wiederfinden.

 

Den Abschlussbericht zum Projekt steht hier zu Download bereit.

 

 

 

 

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