Aktuelles

Aktuelles auf einen Blick

Grenzen, Traditionen, Identitäten

„Grenzen, Traditionen, Identitäten“ – Immaterielles Kulturerbe in der Grafschaft Bentheim,
im Emsland und in der Provinz Drenthe.


Der Beitrag der Emsländischen Landschaft e.V. zum Europäischen Jahr des Kulturellen Erbes 2018 stellt nicht Monumente oder historische Stätten in den Mittelpunkt des Interesses, sondern betont die Bedeutung gelebter Traditionen, regionalen Brauchtums und des Wissens um althergebrachte Handwerks- und Kunsttechniken für unser kulturelles Selbstverständnis.

Das grenzübergreifende Projekt möchte durch die enge Zusammenarbeit mit Gemeinden, Heimatvereinen, Museen und anderen kulturellen Institutionen dazu beitragen, diese Formen des Kulturgutes ins Bewusstsein der Öffentlichkeit zu rücken und so dessen Wert auch für zukünftige Generationen zu vermitteln.

Durch die Teilnahme möglichst vieler Partner wird ein engmaschiges Netzwerk kulturell tätiger Organisationen entstehen, das nachhaltig über das Ende des Projekts hinaus Bestand haben soll und so einen Grundstein für zukünftige, Kreis- und Landesgrenzen überschreitende Vorhaben legen kann.


Ziel ist außerdem eine „Kulturlandkarte“ der beteiligten Landkreise und Gemeinden, die lokale, regionale und überregionale Besonderheiten im Kulturerbe präsentiert und nach Möglichkeit für eine Aufnahme in das nationale Verzeichnis immaterieller Kulturgüter vorbereitet. Somit entsteht eine umfassende Dokumentation unseres kulturellen Erbes, zu dessen Fortbestehen und Weiterentwicklung gemeinsame Strategien erdacht und umgesetzt werden müssen. Hierbei sind die Kompetenzen und Erfahrungen lokaler Partner, insbesondere der Gemeinden, Heimatvereine, Museen und Archive, von entscheidender Bedeutung.


Neben der Dokumentation des immateriellen Kulturerbes steht aber auch die Frage seiner Lebendigkeit im Zentrum des Projektansatzes. Wie können wir dazu beitragen, das Kulturerbe mit Leben zu füllen? Wie kann sichergestellt werden, dass die Dynamik und Entwicklung immateriellen Kulturgutes fortbesteht und Wertschätzung erfährt? Die Antwort auf diese Fragen kann nur durch die aktive Motivation der Bevölkerung an der Teilhabe und Mitgestaltung des kulturellen Lebens gegeben werden. Die Information und Einbeziehung der Menschen ist somit entscheidend für die kulturelle Aktivität und Attraktivität unserer Heimat, heute und in Zukunft. Diese aktive Auseinandersetzung mit unserer kulturellen Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft zu fördern, ist ein wichtiger Aspekt des Projektes. Die Ergebnisse solcher Auseinandersetzung sollen in einem
vielfältigen Veranstaltungskalender über den Zeitraum der nächsten beiden Jahre präsentiert werden. Hierzu werden Aufführungen, Lesungen, Tagungen, Mitmach-Aktionen und Ausstellungen gehören, die einen großen Beitrag zum kulturellen Angebot in der Region bieten werden.


Das Projekt wird in Zusammenarbeit mit dem Emslandmuseum Lingen, der Provinz Drenthe und Kunst & Cultuur in Assen durchgeführt. Es wird durch das INTERREG-Programm unterstützt und ist bei der Plattform „Sharing Heritage“ des Deutschen Nationalkomitees für Denkmalschutz gelistet (www.sharingheritage.de), die alle deutschen Projekte und Veranstaltungen im Rahmen des Europäischen Kulturerbejahres national und international veröffentlicht und so einem breiten Publikum zugänglich macht.

 

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